Fast hätten Sie mich übersehen. Kein Wunder, denn ich bin Winz, das kleine Monster.
Gehen Sie mit uns auf die Reise nach Monsterstadt! Hier erzählt Bine Brändle vom Entstehungsprozess der Monster.
Eine kreative Herausfor- derung: "Meine kleinen Monster" sind nicht nur Bücher, sondern gleich eine ganze Themenwelt mit ver- schiedensten Produkten bei denen wir vom Hintergrund bis zur Schriftart alles selbst gestalten durften. Das ist schon sehr aufregend. Bis alles perfekt ist, steckt in jedem Produkt ganz viel Entwicklungsarbeit. Das war wirklich hochinteressant und eine supertolle Zusammenarbeit mit dem Verlag, in jeder Beziehung! Und mit meinem Bruder sowieso! Ich kenne keinen Menschen auf der Welt, mit dem ich lieber zusammen arbeiten würde. Es ist so entspannt und lustig mit ihm und er hat die besten Ideen!
Zuerst zeichnen wir die Silhouetten. Möglichst markant, möglichst verschiedenartig. Denn wir wollen, dass unsere kleinen Monster schon allein als Schattenriss "funktionieren" (Bennis Lieblingswort).

Dann schauen wir, welche Charaktereigenschaften zu welcher Silhouette passt und wählen dann die besten aus.

Ich zeichne auf die Silhouetten Gesichter und Konturen mit Bleistift und mache sie damit lebendig. Diese Aufgabe blieb mir dann auch erhalten, denn ich bin zuständig für das Konturenmalen.


Für Monsterstadt zeichnen wir einen Stadtplan mit der Monsterwohnsiedlung, Wäldern und Flüssen. Das ist zwar sehr aufwändig, aber es lohnt sich - denn nun wissen wir, wo was ist und wer wo wohnt. Beim Erfinden und Zeichnen können wir uns am Stadtplan orientieren und so haben wir die Gewissheit, dass jedes Detail auf den Zeichnungen stimmt. Und falls uns doch einmal ein Fehler passieren sollte, entdecken ihn meine beiden Kinder bestimmt!
Die Monster sind da, die Ideen zu den Geschichten auch. Nun kommt die anstrengendste Arbeit: Seitenlayout und Skizzen. Ich bin für "alles, was lebt" zuständig: Monster, Grünzeugs, Kleinviecher. Benni skizziert "alles, was nicht lebt" wie z.B. Häuser, Hintergründe, technische Gegenstände, die Perspektive. Irgendwie typisch Mann - Frau, oder?
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Zuerst erstellen wir eine Vorskizze, die muss überhaupt nicht schön sein, denn hier finden wir heraus, wie die Aufteilung der Zeichnung auf der Seite sein soll und wo evtl. Klappen oder Pop-ups sein sollen.

Im nächsten Schritt skizzieren wir die Szene (hier trifft Glucksi auf Winz, das kleine Monster).

Dann zeichne ich die Konturen anhand der Skizze mit Bleistift (und zeichne spontan noch allerlei Kleinigkeiten dazu). Dann scannen wir und kolorieren am PC.

Bis so eine Skizze fertig ist, dauert es ganz schön lange....
Für die Reinzeichnung einer großen Seite braucht einer von uns übrigens 3 Tage (oder Nächste, je nach Rythmus). Kein Wunder, weil wir es beide nicht lassen können, lauter lustige kleine Details auf den Seiten zu verstecken.
Gut, dass wir zu zweit sind, so kommt es einem manchmal vor als würde man mit einem Heinzelmännchen zusammen arbeiten. Vor allem, wenn einer von uns nachts weiter macht und am nächsten Morgen alles bunt ist.Wir legen sehr großen Wert auf Hintergründe und "Requisiten". Beim Zeichnen kommen immer mehr Ideen und es macht eine Menge Spaß, die Monsterwelt immer weiter auszubauen.
Weil unsere Monster alle so bunt und verschieden sind, haben wir uns eine ganze Menge toller Bücher und Produkte mit ihnen ausgedacht. Glucksi, Bammel und Co. tummeln sich auf Pupskissen, Müslischalen und Wasserbomben.
Wir hoffen, dass Ihnen unsere kleinen Monster genau so gut gefallen wie uns und wünschen Ihnen viel Spaß mit der Monster-Truppe.



